Reifen- und Räderlexikon

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Reichen 2 Winterreifen?
Das Mischen von Sommer- und Winterreifen ist in Österreich bei PKW und deren Anhängern grundsätzlich verboten.
Ein solches Verbot gibt es bei Fahrzeugen über 3,5 t Gesamtgewicht nicht, vorausgesetzt es werden immer achsweise Reifen gleicher Bauart verwendet.
Abgefahrene Winterreifen mit einer Profiltiefe unter 4,0 mm dürfen gemeinsam mit Sommerreifen gefahren werden, wenn achsweise Reifen gleicher Ausführung montiert werden.

Sicherheitstipp:
Bestücken Sie Ihr Fahrzeug im Winter auf allen Rädern mit Winterreifen!

....und nicht vergessen, auch bei Winterreifen gilt es, regelmässig Profiltiefe (unsere Empfehlung: mindestens 4mm), Luftdruck (gemäß Angaben des Fahrzeugherstellers) zu kontrollieren!
 
Reifen

Der Begriff Reifen bezeichnet den auf der Felge eines Rades liegenden Reifen, also ein kreisförmiges Metallband auf einem Holzrad, einen Gummireifen oder Reifen aus anderem Material.

 
Reifen-Aufbau
Ein moderner Reifen wird aufgebaut aus:

Laufband, bestehend aus

1. Laufstreifen für gute Straßenhaftung und Wasserverdrängung
2. Spulbandagen ermöglichen hohe Geschwindigkeiten
3. Stahlcord-Gürtellagen optimieren Fahrstabilität und Rollwiderstand

Karkasse, bestehend aus

4. Textilcordeinlage hält den Reifen auch bei hohem Innendruck in Form
5. Innenschicht macht den Reifen luftdicht
6. Seitenstreifen schützt vor seitlichen Beschädigungen
7. Kernprofil begünstigt Fahrstabilität, Lenk- und Komfortverhalten
8. Stahlkern sorgt für festen Sitz auf der Felge
9. Wulstverstärker unterstützt Fahrstabilität und präzises Lenkverhalten

Reifen-Bestandteile

Die Bauteile eines modernen PKW-Radialreifens enthalten verschiedene Bestandteile in unterschiedlicher Zusammensetzung.

Diese Bestandteile variieren je nach Reifengröße und Reifenart (Sommer-, Winter-Reifen).

Nachstehend sind sie beispielhaft für den Sommer-Reifen

205/55 R 16 91W ContiPremiumContact

aufgeführt.

Das alles ist drin im Reifen

1. Kautschuk (Natur- und Synthesekautschuk) 41%
2. Füllstoffe (Ruß, Silica, Kohlenstoff, Kreide ...) 30%
3. Festigkeitsträger (Stahl,Rayon, Nylon) 15%
4. Weichmacher (Öle und Harze) 6%
5. Chemikalien für die Vulkanisation (Schwefel, Zinkoxid, diverse andere Chemikalien) 6%
6. Chemikalien als Alterungsschutzmittel (gegen Ozoneinwirkung und Materialermüdung) 1%
7. Sonstiges 1%

 
Reifenalter
Die Nutzungsdauer von PKW- und Leicht-LKW-Reifen

Die Reifenindustrie hat seit langem die Rolle des Verbrauchers hinsichtlich der regelmäßigen Pflege und Wartung seiner Reifen gewürdigt. Die Entscheidung, wann ein Reifen ersetzt werden muss, obliegt seinem Eigentümer. Der Eigentümer des Reifens sollte dabei Faktoren wie Einsatzbedingungen, Wartungsintervalle, Lagerungsbedingungen, visuelle Inspektion und dynamisches Verhalten des Reifens berücksichtigen. Bei Fragen hinsichtlich der Reifennutzungsdauer sollte der Verbraucher einen Reifenspezialisten zu Rate ziehen. Die folgenden Informationen und Empfehlungen wurden als Hilfe zusammengestellt, um die maximal mögliche Nutzungsdauer des Reifens zu bestimmen.

Reifen werden entwickelt und hergestellt, um sowohl hohe Laufleistung als auch maximalen Nutzwert zu bieten. Dazu ist es erforderlich, sie richtig zu warten, um Reifenbeschädigungen und Missbrauch vorzubeugen, die die Reifen unbrauchbar machen könnten. Die mögliche Nutzungsdauer eines Reifens hängt ab von der Summe der Lagerungs-, Betriebs- und Servicebeanspruchungen, denen ein Reifen im Laufe seines Lebens ausgesetzt wird (Beladung, Geschwindigkeit, Fülldruck, Schnittverletzungen, etc.). Da diese Einsatzbedingungen stark variieren können, ist die Prognose der möglichen Nutzungsdauer eines jeden Reifens allein aufgrund seines chronologischen Alters nicht möglich.

Dem Verbraucher kommt eine wichtige Rolle bei der Reifenpflege und -wartung zu

Reifen sollten aus vielen Gründen aus dem Einsatz genommen werden, zum Beispiel bei Erreichen der Mindestprofiltiefe und nach Beschädigung oder Missbrauch (Stich- oder Schnittverletzungen, Stoßbrüche, Risse, Beulenbildung, Minderdruck, Überlast, usw.). Daher müssen Reifen – dies gilt auch für Reservereifen – routinemäßig einer Inspektion unterzogen werden, mindestens einmal pro Monat. Diese Routineinspektionen werden umso wichtiger, je länger der Reifen schon benutzt wurden. Wenn eine Reifenbeschädigung gefunden oder auch nur vermutet wird, empfiehlt Continental, einen Reifenspezialisten zu Rate zu ziehen, ob der Reifen weiter benutzt werden kann. Diese Routineinspektionen müssen auch dann erfolgen, wenn das Fahrzeug mit einem Reifendruckkontrollsystem (Tire Pressure Monitoring System, TPMS genannt), ausgestattet ist.

Verbraucher werden dringend dazu aufgefordert, ihre Reifen nicht nur visuell zu inspizieren, sondern auch sämtliche Veränderungen im dynamischen Verhalten, wie erhöhten Luftverlust, Geräusche oder Vibrationen zu beobachten, die ein Anzeichen dafür sein können, dass der Reifen nicht mehr ordnungsgemäß beschaffen und daher umgehend aus dem Einsatz zu entfernen ist, um einen Ausfall des Reifens zu vermeiden. Ebenso sollte der Autofahrer einen heftigen Stoß oder Schlag gegen den Reifen im Betrieb erkennen und dann sicherstellen, dass der Reifen danach umgehend begutachtet wird.

Reifeneinlagerung, Unterbringung (z.B. als Reservereifen) und Reifenwechsel sind ebenfalls wichtig für die mögliche Nutzungsdauer eines Reifens. Weitere diesbezügliche Informationen in anderen Continental-Publikationen sind auf Anfrage und im Internet erhältlich.

Empfohlene Nutzungsdauer von Reifen

Continental sind keine technischen Unterlagen oder Angaben bekannt, aus denen sich ein bestimmtes Alter ableitet, wann ein Reifen aus dem Betrieb genommen werden muss. Nichtsdestoweniger empfiehlt Continental, zusammen mit anderen Reifen- und Automobilherstellern, dass alle Reifen (einschließlich Reservereifen), die älter als zehn (10) Jahre sind, durch jüngere ersetzt werden. Dies gilt auch für Reifen, die äußerlich noch gebrauchsfähig erscheinen und deren Profiltiefe noch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwert erreicht hat. Sofern Fahrzeughersteller, basierend auf ihren Kenntnissen des speziellen Anwendungsfalls, ein anderes chronologisches Alter empfehlen, nach dem ein Reifen ersetzt werden sollte, schließt sich Continental derartigen Empfehlungen in jedem Fall an. Der Verbraucher sollte dabei beachten, dass die meisten Reifen bereits vor Ablauf einer empfohlenen Nutzungsdauer aufgrund von Abnutzung oder aus anderen Gründen ersetzt werden müssen. Eine Nutzungsdauerempfehlung entbindet den Verbraucher nicht von seiner Verantwortung, Reifen dann zu ersetzen, wenn dies notwendig ist.

Das Produktionsdatum von Reifen

Das Produktionsdatum jedes Reifens steht auf der Seitenwand nach dem Schriftzug "DOT".

Bei Reifen, die nach dem Jahr 1999 gefertigt wurden, stehen die letzten vier Ziffern für das Produktionsdatum. Die ersten zwei dieser Ziffern weisen die Produktionswoche aus (die Spanne reicht somit von "01" bis "52"). Die letzten beiden Ziffern stehen für das Produktionsjahr (Beispiel: Ein Reifen mit der Kennzeichnung "DOT XXXXXX2703" wurde in der 27. Woche 2003 hergestellt).

Bei Reifen, die vor dem Jahr 2000 gefertigt wurden, stehen drei statt vier Ziffern für das Produktionsdatum. Darüber hinaus, Anfang der 90er Jahre (gemeint ist 1990 und folgende), fügte Continental ein Dreieck-Symbol (3) am Ende der Zahlenangaben hinzu, um Reifen, die während der 90er Jahre hergestellt wurden, von denen früherer Dekaden zu unterscheiden (Beispiel: Ein Reifen mit der Kennzeichnung "DOT XXXXXX2743" wurde in der 27. Woche 1994 hergestellt).

 
Reifenersatz

Vor dem Erwerb neuer Reifen sollten Sie folgendes beachten:

Sie dürfen nur Reifen montieren lassen, die auch im Fahrzeugschein Ihres Pkw aufgeführt sind, sonst erlischt die Betriebserlaubnis, was bei Nichtbeachtung im Falle eines Unfalles zu schweren versicherungstechnischen und juristischen Folgen für Sie führen kann.

Umrüstungen auf Reifen, die nicht im Fahrzeugschein stehen, müssen nachträglich per Gutachten einer technischen Prüfstelle in diesen eingetragen werden.

Unsere Empfehlungen beim Neuerwerb:

* Montieren Sie bei PKW auf allen Radpositionen, mindestens jedoch achsweise, Reifen mit gleicher Profilausführung
* Erneuern Sie Ihre Reifen mindestens achsweise
* Fahrzeuge mit Vierradantrieb sollten generell mit identischen Reifen bestückt werden, es sei denn, die Vorgaben des Fz.-Herstellers sind anderslautend
* Beziehen Sie das Reserverad frühzeitig in den Tausch mit ein
* Bestehen Sie bei Neumontage immer auf neue Ventile
* Bitte beachten Sie eventuelle Laufrichtungsvorgaben und ggf. Kennzeichnungen an der Außenseite !
* Dringend abgeraten wird vom Kauf gebrauchter Reifen, wie sie z.B. bei Autoverwertern zu haben sind: Zu ungewiss ist, wie die Reifen während ihres Vorlebens benutzt wurden, ob zum Beispiel das Innenleben durch heftiges Überfahren von Bordsteinkanten geschädigt wurde. Das könnte Reifenplatzer zur Folge haben.

 
Reifenfüllgas

Reifengas anstatt Druckluft

Die wesentlichsten Vorteile von Reifengas / Stickstoff sind

  • geringerer Spritverbrauch
  • weniger Reifenverschleiß
  • geringeres Abrollgeräusch

Das Befüllen von Fahrzeugreifen mit einem modernen Reifengas bietet im Vergleich zum Befüllen von Druckluft eine Reihe von Vorteilen, die je nach Einsatzart der Reifen mehr oder weniger zum Tragen kommen können. In der Formel 1 und der Luftfahrt werden Reifen schon seit langer Zeit mit Stickstoff gefüllt, als Antwort auf die dort gestellten Sicherheits- und Leistungsanforderungen. Bei der Herstellung von Reifengas werden jene schädlichen Bestandteile (wie Feuchtigkeit, Sauerstoff und Öldampf) ausgefiltert, die durch die Verwendung normaler Druckluft allzu oft im Reifeninneren sind.

Heute wird umweltfreundlicher „Stickstoff mit Edelgasanteilen“ als Reifengas angeboten.

  • Der übliche Druckabfall im Reifen wird durch die größeren Moleküle eines Reifengases erheblich reduziert. Durch den länger anhaltenden Reifeninnendruck findet weniger Walkung statt und es reduziert sich die Gefahr eines „Reifenplatzers“.
  • Der in der normalen Druckluft vorhandene Sauerstoff war bis jetzt immer der Grund für einen beschleunigten Alterungsprozess des Gummis. Mit Reifengas kann dieser Prozess verzögert werden, da Stickstoff – ein reaktionsträges Gas – mit Gummi chemisch nicht reagiert.
  • Sauerstoff und Feuchtigkeit waren es auch, die beim Verlust durch Gummi hindurch die Festigkeitsträger (Korde und Seile) oxidieren ließen. Auch diese Reaktion wird beim Einsatz von Reifengas weitestgehend unterbunden, ebenso der Felgenrost.
  • Durch diese drei Punkte entsteht ein zusätzlicher Schutz der Karkasse, eine wesentliche Verlängerung der Reifenlebensdauer und eine erhöhte Sicherheit. All das sind Voraussetzungen für eine verbesserte Runderneuerungsfähigkeit.
  • Nicht unerwähnt soll ein Vorteil bei Fahrzeugbrand, Gefahrengut- Transporten oder Baufahrzeugen im Tunneleinsatz bleiben. Reifengas ist gegenüber normaler Druckluft extrem reaktionsträge. Das heißt, bei Einwirkung von großer Hitze werden eine Selbstentzündung des mit Stickstoff gefüllten Reifens und eine schnelle, oft explosionsartige Ausbreitung, wie bei mit Druckluft gefüllten Reifen, sicher verhindert.
  • Ein mit Reifengas befüllter Reifen läuft länger mit konstanterem Druck, hat dadurch natürlich weniger Walkung, und ergibt daher einen geringeren Spritverbrauch und weniger Reifenverschleiß.
  • Den heute in Verwendung stehenden Reifengasen wird auch Abrollkomfort und ein geringeres Abrollgeräusch zugesprochen.

 

Zur besonderen Beachtung bei Reifengas/Stickstoff

  1. Wird zum Druckausgleich nur übliche Druckluft verwendet, gehen alle oben genannten Vorteile mit der Zeit verloren
  2. Das Mischen von Reifengas mit normaler Druckluft ist möglich und absolut ungefährlich
  3. Einen mit Reifengas gefüllten Reifen erkennt man an einer farbigen Ventilkappe
  4. Da die Herstellung von modernen Reifengas sehr aufwendig ist, kann es nicht kostenlos angeboten werden
     
 
Reifengas

siehe --> Reifenfüllgas
 

 
Reifenprofil
Die ersten Luftreifen hatten eine glatte und profillose Lauffläche. Doch je schneller die Automobile wurden, desto mehr Probleme brachte dies bei den Fahreigenschaften und der Fahrsicherheit. Continental entwickelte deshalb bereits 1904 den ersten Automobil-Luftreifen mit Profil.

Seither ist die Profilierung der Reifen ständig weiterentwickelt und z.B. mit ausgeklügelter Profilblock-Geometrie, Feinlamellierung und asymmetrischer Gestaltung optimiert worden.

Heute gibt es profillose Reifen nur noch im Motorsport ("Slicks") - auf öffentlichen Straßen ist Reifenprofil gesetzlich vorgeschrieben. Die wichtigste Aufgabe des Profils ist die Verdrängung von Wasser, das nach Niederschlägen auf der Fahrbahn steht und den Bodenkontakt der Reifen beeinträchtigt.

Bei höheren Geschwindigkeiten, oder wenn ein geschlossener Wasserfilm auf der Fahrbahn steht, schiebt sich ein Wasserkeil zwischen Reifen und Fahrbahn. Die Reifen schwimmen auf (Aquaplaning), und das Fahrzeug kann nicht mehr dirigiert werden.

Aber nicht nur in solchen extremen Situationen ist ein ausreichend tiefes Reifenprofil entscheidend. Schon bei geringeren Geschwindigkeiten erhöht sich mit abgefahrenen Reifen das Risiko eines Unfalles, besonders bei Nässe.

 
Reifenreparatur
Sicherheitshinweis: Die Nichtbeachtung der folgenden Sicherheits- und Wartungshinweise kann einen Reifenschaden bewirken, der in der Folge Sach- und Personenschäden nach sich ziehen kann.

Während seiner Einsatzzeit ist jeder Reifen einer Vielzahl von unterschiedlichen Einsatzbedingungen ausgesetzt, bei denen er auf vielfältige Weise beschädigt werden kann. Diese Beschädigungen können Stichverletzungen, Stoß- oder Schnittverletzungen oder ähnliches sein. Solche Schäden können die strukturelle Haltbarkeit des Reifens erheblich reduzieren, zum Beispiel durch:

* schleichenden Luftverlust, der zum Einsatz unter Minderluftdruck und damit zur strukturellen Schädigung des Reifens führt;
* direkte Schäden an einzelnen Reifenbauteilen aus Gummi, Stahl oder Textil;
* Freilegung der Festigkeitsträger aus Stahl oder Textil, die damit den Witterungseinflüssen (z.B. Feuchtigkeit) ausgesetzt werden, welche deren Haltbarkeit reduziert, und/oder
* Kontakt der Festigkeitsträger mit der Druckluft im Reifen nach einer Verletzung des Innenschichtgummis (Druckaufbau in den Aufbauteilen des Reifens)

Aus diesen Gründen sollte der Autofahrer seine Reifen regelmäßig inspizieren. Die Reifenkontrolle sollte auch ein Punkt bei jeder Routineinspektion des Fahrzeugs sein. Falls dabei ein Reifenschaden gefunden oder vermutet wird, so sollte dieser Reifen unverzüglich durch einen Reifenspezialisten untersucht werden.

Ein Endverbraucher (Autofahrer) sollte niemals selbst versuchen, einen Reifen zu reparieren. Nur ein dafür ausgebildeter Reifenspezialist kann aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung nach sorgfältiger und ausführlicher Untersuchung des fraglichen Reifens entscheiden, ob der Reifen repariert werden kann oder ob er demontiert und verschrottet werden muss. Diese Untersuchung sollte auch alle Hinweise auf den bisherigen Einsatz des Reifens berücksichtigen wie z.B. Luftdruck, Belastung, Einsatzbedingungen. Falls der Reifenspezialist sich entscheidet, den Reifen zu reparieren, so muss er dabei strikt die nationalen Vorschriften zur Reifenreparatur befolgen. Dies betrifft sowohl die Reifeninspektion als auch die Reifenreparatur selbst. Continental ist nicht verantwortlich für die Entscheidung des Reifenspezialisten oder seine Reifenreparatur. Continental weist darauf hin, dass eine Reparatur an einem Continental Reifen die Herstellergewährleistung außer Kraft setzt*.

* Bitte beachten Sie die nationalen gesetzlichen Bestimmungen

SSR REIFEN: Selbst für einen gut ausgebildeten Reifenspezialisten kann es unmöglich sein, eine Schädigung der strukturellen Haltbarkeit an einem Reifen mit Notlaufeigenschaften (SSR= Self Supporting Runflat) festzustellen, wenn dieser mit Minderluftdruck oder ohne Luftdruck gefahren wurde. Solch ein Schaden ist nicht immer an der Oberfläche des Innenschichtgummis oder der Seitenwand erkennbar. Dies macht es unmöglich, über eine Eignung des Reifens für eine Reparatur zu entscheiden. Continental empfiehlt daher, keine Reparatur an einem Continental SSR Reifen durchzuführen.
 
Reifenschutz
Zeigen Sie Respekt vor Bordsteinkanten...

denn das falsche Auffahren auf Bordsteinkanten birgt hohe Risiken für die Lebensdauer eines Reifens.

Werden sie mit zu hoher Geschwindigkeit oder in spitzem Winkel überfahren, kann es zu einem Stoßbruch kommen. Ausbeulungen in der Reifenflanke deuten auf solche Schäden hin, mögliche Folge ist Luftverlust, der bei hoher Geschwindigkeit oder hoher Beladung zu erhöhter Unfallgefahr führen kann. Wenn ein Reifenschaden vermutet wird (Beule in der Seitenwand), so sollte dieser Reifen unverzüglich durch einen Reifenspezialisten untersucht werden.

Tipp:

Fahren Sie Bordsteinkanten - sofern unbedingt nötig - nur ganz langsam und in möglichst stumpfem Winkel hinauf. Vermeiden Sie auch beim Parken am Bordstein, den Reifen "einzuquetschen".
 
Reinigen von Reifen
Auch Reifen sollten gelegentlich gesäubert werden, wichtig ist diese Reinigung aber besonders vor der Einlagerung beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt.

Verwenden Sie keine Reinigungsmittel, die Lösungsmittel oder Öle enthalten, sie schaden dem Gummi ! Die Reinigung erfolgt am besten mit klarem Wasser unter Zusatz von Seife oder Spülmittel.

Wenn Sie Hochdruckreinigungsgeräte zur Fahrzeugwäsche benutzen, sollten Sie folgendes beachten: Reifen dürfen niemals mit einer Rundstrahldüse gereinigt werden ! Beim Reinigen mit einer Flachstrahldüse oder einem sogenannten Dreckfräser ist ein Mindestabstand von 20 cm einzuhalten !

 
Reserverad

Viele Autofahrer können sich nicht erinnern, jemals ihr Reserverad geprüft zu haben. Die Überraschung bei einer Panne ist dann auch entsprechend groß und mit dem mitunter teuren Service des mobilen Pannennotdienstes verbunden. Oft hat das Ersatzrad oder das Notlaufrad zu wenig oder sogar keine Luft.

Darum sollten Sie auch regelmäßig Ihr Ersatzrad hinsichtlich des Luftdrucks überprüfen. Der Fülldruck des Reserverades sollte mindestens den Höchstdruck-Empfehlungen des Fz.-Herstellers (Vollastbetrieb) entsprechen.

Dass auch das Ersatzrad über die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm verfügen sollte, ergibt sich eigentlich von allein, sollte aber dennoch erwähnt werden.